Um starke, gesunde Kollagenfasern wieder aufzubauen und so Festigkeit, Elastizität und Ausstrahlung zu verbessern, benötigt dein Körper eine präzise Kombination aus Inhaltsstoffen und biologischen Signalen.
Die moderne Forschung zeigt, dass die Kollagensynthese auf drei zentralen Säulen basiert:
1. Kollagen-Bausteine (Aminosäuren)
Kollagen besteht primär aus drei Aminosäuren: Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Zusammen machen sie mehr als die Hälfte der gesamten Kollagenstruktur aus. In der modernen Ernährung sind diese Aminosäuren jedoch kaum noch enthalten, insbesondere bei einer rein pflanzlichen Ernährung.
Das liegt daran, dass sie primär in tierischer Haut und Bindegewebe vorkommen
Bisher versuchten herkömmliche Supplements dieses Defizit durch die Zufuhr ganzer Kollagen-Peptide auszugleichen. Doch eine bahnbrechende, im Fachjournal Nature’s npj Aging veröffentlichte Studie zeigt nun: Der Körper ist gar nicht in der Lage, ganze Kollagenmoleküle effektiv für den Aufbau neuer Strukturen zu nutzen.
Stattdessen benötigt er die Bausteine in einem präzisen 3:1:1-Verhältnis aus den Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Diese wirken wie ein biologisches Signal, das deine Fibroblasten dazu anregt, die Produktion von neuem Kollagen überhaupt erst zu starten.
Die Forschungsergebnisse sind beeindruckend: Eine präzise abgestimmte, vegane Aminosäure-Mischung stimuliert die Kollagenbildung bis zu 4-mal effektiver als herkömmliche Kollagen-Peptide. Das beweist, dass eine erfolgreiche Synthese von ganz spezifischen Bausteinen in einem exakten Muster abhängt – und nicht von der Einnahme ganzer Proteine.
2. Unterstützende Co-Faktoren (Aktivierung & Stabilisierung)
Neben den Aminosäuren benötigt der Körper die Unterstützung verschiedener Nährstoffe und zellulärer Prozesse, um Kollagenfasern korrekt zusammenzusetzen, zu falten und zu stabilisieren.
Einer der kritischsten Co-Faktoren bei der Kollagensynthese ist Vitamin C. Es unterstützt den enzymatischen Prozess, der die Aminosäuren miteinander verknüpft. Zudem stabilisiert es neu gebildete Kollagenfasern durch die sogenannte Hydroxylierung. Dieser Vorgang stellt sicher, dass die Fasern stark, widerstandsfähig und korrekt strukturiert sind.
Ein weiterer essenzieller Unterstützer ist Alpha-Ketoglutarat (AKG). Über die allgemeine Unterstützung des Stoffwechsels hinaus fungiert AKG als Co-Substrat bei der Hydroxylierung von Prolin und Lysin. Es arbeitet in direkter Synergie mit den Aminosäuren zusammen, um die Kollagen-Tripelhelix zu stabilisieren. Das macht AKG zu einem entscheidenden Faktor für eine effektive Kollagenerneuerung und hilft der Haut, ihre Struktur, Festigkeit und Regenerationsfähigkeit zu bewahren.
3. Schützende Antioxidantien (Erhalt des Kollagens)
Neu gebildete Kollagenfasern sind anfangs empfindlich und können durch UV-Strahlung, Entzündungsprozesse, oxidativen Stress und Umweltverschmutzung leicht beschädigt werden.
Antioxidantien wie Astaxanthin, Vitamin C und bestimmte Polyphenole helfen dabei, das Kollagen vor dem Abbau zu schützen und seine Struktur langfristig zu erhalten. Insbesondere für Astaxanthin konnte in der Forschung nachgewiesen werden, dass es die Hautelastizität unterstützt und das Kollagen effektiv vor oxidativem Zerfall bewahrt.